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15.07.2004
RISIKO AUF DEN BRÜCKEN DER A 71
Der Wind wartet nicht, bis die Messgeräte angeschlossen sind



Die Gischt des Lkw zeigt es: Auf der Reichenbach-Brücke weht fast immer ein kräftiger Wind. - FOTO: ari



VON JENS WENZEL
ILMENAU/KARLSRUHE – Seitenwind – die unterschätzte Gefahr: Nachdem starke Windböen am vergangenen Freitag einen Lastwagen auf der Reichenbachtalbrücke der A 71 umgekippt haben, wird das Risiko auf derartigen Brücken immer deutlicher vor Augen geführt. „Dass Lastwagen oder Wohnwagen-Gespanne durch den Wind umgekippt werden, ist ganz und gar nicht ungewöhnlich, das passiert andauernd**", sagt Bodo Ruck, Professor für Umweltaerodynamik an der Uni Karlsruhe.

„Lastwagen, die auf der Seite liegen, zeige ich meinen Studenten immer wieder.“ Damit widerspricht der Wissenschaftler der Auffassung von Vertretern der Automobilclubs, die unserer Redaktion auf Anfrage erklärt hatten, wenn Wind derart gefährlich sei, dürften praktisch keine Lastwagen bei Sturm mehr ihr Ziel erreichen.

Zu Panik-Reaktionen wie der Sperrung hoher Brücken ab bestimmten Windstärken sieht aber auch Ruck keinen Anlass. „Die Geschwindigkeit den Verhältnissen anzupassen, ist immer noch das beste Mittel“, so der Aerodynamiker, der auch Forschungen zum seitlichen Luftwiderstand von Lastwagen angestellt hat.

Damit bleibt aber die Frage, wie Kraftfahrer den gefährlichen Seitenwind überhaupt bemerken können. So hängt zwar auch an der Reichenbachtalbrücke ein Windsack, aber er ist nur für Fahrer aus Richtung Erfurt vor der Brücke zu erkennen. Und gefährliche Windböen sind damit ebenfalls nicht abzulesen. Abhilfe könnte ein kleiner Windmesser schaffen, der auf der Brücke tatsächlich montiert ist. „Die Daten laufen bei uns auf“, bestätigt Gerhard Wahl von der Autobahn-Betriebsleitstelle in Zella-Mehlis, und schränkt sofort wieder ein, „wenn die Messstation dann einmal angeschlossen ist“. Windrad, -richtungsmesser und Temperaturmesser waren erst vor wenigen Tagen an einigen der großen Autobahnbrücken der A 71 installiert worden und sollen voraussichtlich ab Mitte August Werte nach Zella-Mehlis liefern. Dann machen die Leute von der Autobahnmeisterei ihr eigenes Wetter, genauer gesagt, eine Kurzzeit-Vorhersage. „Das machen wir auch bisher schon, um den Winterdienst rechtzeitig rausschicken zu können.“

>>> weiter

 ** Anmerkung des Zitierten: Gesagt wurde.... "das passiert eigentlich andauernd, wenn man sich vorstellt, dass wir gegenwärtig 80-90 Wirbelstürme pro Jahr auf der Erde haben", es wird hier verkürzt mit "andauernd" wiedergegeben.
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